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Digitale Demenz
Hallo,
gestern abend zappte ich so durch die Kanäle und da nix lief, blieb ich auf nrw.t hängen. Einer der "kleinen" Sender. Da kam so eine Computerclubsendung und die hatten ein interessantes Thema:
Digitale Demenz
Darum ging es um unsere Speicherformate. Disketten, ZIP-Discs, CDs, DVDs, BluRay - quasi die ganze Geschichte der Speichermedien von den Anfängen des Computerzeitalters, als man noch 64 KB gerade mal lesen konnte, bis zu unseren Terrabyte-Festplatten. Und trotz der Masse an Speicher besitzen wir kein geeignetes System, um unser Weltwissen digital zu "behalten". Die Medien haben allesamt ein "Ablaufdatum" von maximal 50 Jahren. Selbst das Internet eignet sich nicht als großes Medium, da immer wieder Inhalte verändert werden etc.
Fand ich total interessant und irgendwie stimmte das auch, dass Papier immer noch besser ist als jede CD/DVD, wenn es um die Haltbarkeit geht.
Man hat dann eine Lösung präsentiert, wo auf einem Blatt Papier (DINA6) ein "Bild" drauf war, das sah aus wie Rauschen im Fernseher.
Und man braucht kein Lesegerät wie einen DVD-Player etc., um die Daten zu lesen. Auf so einem "Medium" würden 700 MB an Daten passen. Wie das genauz, funktioniert, habe ich aber auch nicht sofort verstanden.
Naja, wollte das Thema mal einfach aufschreiben, weil ich es sehr interessant fand.
Greets,
David
gestern abend zappte ich so durch die Kanäle und da nix lief, blieb ich auf nrw.t hängen. Einer der "kleinen" Sender. Da kam so eine Computerclubsendung und die hatten ein interessantes Thema:
Digitale Demenz
Darum ging es um unsere Speicherformate. Disketten, ZIP-Discs, CDs, DVDs, BluRay - quasi die ganze Geschichte der Speichermedien von den Anfängen des Computerzeitalters, als man noch 64 KB gerade mal lesen konnte, bis zu unseren Terrabyte-Festplatten. Und trotz der Masse an Speicher besitzen wir kein geeignetes System, um unser Weltwissen digital zu "behalten". Die Medien haben allesamt ein "Ablaufdatum" von maximal 50 Jahren. Selbst das Internet eignet sich nicht als großes Medium, da immer wieder Inhalte verändert werden etc.
Fand ich total interessant und irgendwie stimmte das auch, dass Papier immer noch besser ist als jede CD/DVD, wenn es um die Haltbarkeit geht.
Man hat dann eine Lösung präsentiert, wo auf einem Blatt Papier (DINA6) ein "Bild" drauf war, das sah aus wie Rauschen im Fernseher.
Und man braucht kein Lesegerät wie einen DVD-Player etc., um die Daten zu lesen. Auf so einem "Medium" würden 700 MB an Daten passen. Wie das genauz, funktioniert, habe ich aber auch nicht sofort verstanden.Naja, wollte das Thema mal einfach aufschreiben, weil ich es sehr interessant fand.

Greets,
David
RE: Digitale Demenz
Da ich in meinem Studium unweigerlich mit dem Computer zu tun habe und auch selber schon ähnliche Sendungen gesehen habe, kann ich dir nur Recht geben. Es gibt bisher kein billiges Medium, auf dem man dauerhaft Daten speichern kann.
Es gibt zwar mittlerweile zwei neue Methoden große Datenmengen zu speichern, wovon die eine absolut dauerhaft ist. Leider sind diese Methoden noch ziemlich aufwendig und teuer.
Methode 1 :
Tesafilm
Jetzt mag sich der eine oder andere wundern, aber ja, es ist Forschern gelungen auf einer Tesafilmrolle große Mengen von Daten zu speichern. Wie lange die Daten dort nun halten, weiß ich nicht, aber darauf passen deutlich mehr Daten als auf jede herkömmliche DVD. Die Daten werden mit Laser auf die verschiedenen Schichten der Rolle geschrieben und können von dort auch wieder ausgelesen werden.
Methode 2:
Diamanten
Diamanten sind die bisher größten Datenspeicher die Forscher gefunden haben. Da man hierzu auch billige Industriediamanten nehmen kann, wäre dieses Verfahren auch relativ billig. Man könnte auf einem nicht besonders großen Diamanten von jedem Menschen auf der Welt ein Photo in 3D speichern. An diesem Beispiel sieht man, wie viel auf so einen Diamanten passt. Auch hier werden die Daten mit Hilfe eines Lasers geschrieben, jedoch nicht wie bisher üblich in Nullen und Einsen sonder als wirkliches Bild. Dies sorgt auch dafür, dass wenn Teile von so einem Bild mal verloren gehen sollten, dass man diese durch einfache Bildbearbeitungsprogramme wieder rekonstruieren kann. Meiner Meinung nach ist dieses Verfahren wirklich zukunftstauglich.
Es gibt zwar mittlerweile zwei neue Methoden große Datenmengen zu speichern, wovon die eine absolut dauerhaft ist. Leider sind diese Methoden noch ziemlich aufwendig und teuer.
Methode 1 :
Tesafilm
Jetzt mag sich der eine oder andere wundern, aber ja, es ist Forschern gelungen auf einer Tesafilmrolle große Mengen von Daten zu speichern. Wie lange die Daten dort nun halten, weiß ich nicht, aber darauf passen deutlich mehr Daten als auf jede herkömmliche DVD. Die Daten werden mit Laser auf die verschiedenen Schichten der Rolle geschrieben und können von dort auch wieder ausgelesen werden.
Methode 2:
Diamanten
Diamanten sind die bisher größten Datenspeicher die Forscher gefunden haben. Da man hierzu auch billige Industriediamanten nehmen kann, wäre dieses Verfahren auch relativ billig. Man könnte auf einem nicht besonders großen Diamanten von jedem Menschen auf der Welt ein Photo in 3D speichern. An diesem Beispiel sieht man, wie viel auf so einen Diamanten passt. Auch hier werden die Daten mit Hilfe eines Lasers geschrieben, jedoch nicht wie bisher üblich in Nullen und Einsen sonder als wirkliches Bild. Dies sorgt auch dafür, dass wenn Teile von so einem Bild mal verloren gehen sollten, dass man diese durch einfache Bildbearbeitungsprogramme wieder rekonstruieren kann. Meiner Meinung nach ist dieses Verfahren wirklich zukunftstauglich.
Unter dem folgenden Link kann sich jeder meine Fotos anschauen und runterladen:
http://www.flickr.com/photos/orgrim/
Über Kommentare würde ich mich freuen.
Die alte Seite, auf der ich schon etliche Fotos hochgestellt habe, ist leider nicht mehr online. Auf der neuen Seite sind bereits ein paar zu finden, die restlichen folgen dann nach und nach.
Letztes Update: 29.04.2012
http://www.flickr.com/photos/orgrim/
Über Kommentare würde ich mich freuen.
Die alte Seite, auf der ich schon etliche Fotos hochgestellt habe, ist leider nicht mehr online. Auf der neuen Seite sind bereits ein paar zu finden, die restlichen folgen dann nach und nach.
Letztes Update: 29.04.2012
RE: Digitale Demenz
Hat man irgendwelche Größenangaben gemacht, wie viele Daten denn nun auf welche Art von Diamanten passen würde? Und wie sieht es mit Lesegeräten aus? Was müsste man dazu haben?
Diese eine Papier-Methode (hab leider immer noch nichts gefunden, was das genau war) sollte ohne elektronische Hilfsgeräte gehen. Sprich, man kann auch in 500 Jahren noch die Daten entziffern, auch wenn es längst keine BluRays etc geben sollte.
Diese eine Papier-Methode (hab leider immer noch nichts gefunden, was das genau war) sollte ohne elektronische Hilfsgeräte gehen. Sprich, man kann auch in 500 Jahren noch die Daten entziffern, auch wenn es längst keine BluRays etc geben sollte.
RE: Digitale Demenz
Auf die verschiedenen Diamantarten sind sie nicht eingegangen und genau Größenangaben habe sie auch nicht genannt. Ausgelesen wird beides mit Laser (würde ich vermuten), aber es gibt zu beiden Methoden schon Lesegeräte. Die Methode mit den Diamanten könnte man meiner Meinung nach auch in einen PC einbauen (bezogen auf die Größe des Lesegerätes).
Unter dem folgenden Link kann sich jeder meine Fotos anschauen und runterladen:
http://www.flickr.com/photos/orgrim/
Über Kommentare würde ich mich freuen.
Die alte Seite, auf der ich schon etliche Fotos hochgestellt habe, ist leider nicht mehr online. Auf der neuen Seite sind bereits ein paar zu finden, die restlichen folgen dann nach und nach.
Letztes Update: 29.04.2012
http://www.flickr.com/photos/orgrim/
Über Kommentare würde ich mich freuen.
Die alte Seite, auf der ich schon etliche Fotos hochgestellt habe, ist leider nicht mehr online. Auf der neuen Seite sind bereits ein paar zu finden, die restlichen folgen dann nach und nach.
Letztes Update: 29.04.2012
Nun gab es auch eine Sendung auf Phoenix darüber - ich denke, dass es an sich noch einige Zeit dauern wird, bis es der Gesellschaft ins Bewusstsein dringt, dass unser Zeitalter eigentlich auf Sand gebaut ist. Wir vertrauen so sehr unsere Existenz den "Neuen Medien" - CD-ROMs früher, mittlerweile dem Internet und DVDs, bald sicherlich BluRays und ganz anderen Medienträgern.
Der Vorteil, dass wir miteinander so "locker" kommunizieren können und per Tastendruck Wissen erlangem, für das wir früher Stunden aufbringen mussten, wenn nicht Tage, hat natürlich eine Gegenseite: Und die sieht so aus, dass wir unsere Datenträger eben bald nicht mehr nutzen können. Man erinnere sich an die Floppy-Disc oder ZIP-Laufwerke, die heute nur ein "Hä?" bei einigen hervorrufen. *G*
Der Vorteil, dass wir miteinander so "locker" kommunizieren können und per Tastendruck Wissen erlangem, für das wir früher Stunden aufbringen mussten, wenn nicht Tage, hat natürlich eine Gegenseite: Und die sieht so aus, dass wir unsere Datenträger eben bald nicht mehr nutzen können. Man erinnere sich an die Floppy-Disc oder ZIP-Laufwerke, die heute nur ein "Hä?" bei einigen hervorrufen. *G*
"Ich weiß nicht als was ich der Welt dereinst erscheinen werde. Aber ich selbst komme mir wie ein am Meeresrande spielender Knabe vor, der hier und da einen glatteren Kiesel oder eine schönere Muschel als gewöhnlich findet, während der große Ozean der Wahrheit in seiner Unermesslichkeit unerforscht vor mir liegt." (Isaac Newton)
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