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Baronin Kato

Hohlbeinnachwuchs

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Thursday, December 4th 2008, 7:26pm

[RPG] Die Stadt der Verlorenen

Als Titel hab ich vorübergehend einfach mal einen Vorschlag aus dem Chat verwendet, den können wir ja immer noch ändern, falls etwas nicht passt. Hauptsache, wir können endlich anfangen. ^-^

Unbekannte Stadt:
Es ist tiefste Nacht. Trotzdem erkenne ich meine Umgebung ganz gut, denn der Mond über mir ist fast voll und der Himmel von unzähligen Sternen übersät, die die Stadt in weiches Licht tauchen. Ich stehe auf einer Art Marktplatz - vermute ich zumindest. Hier bin ich noch nie gewesen... Wie komme ich hier her? Überrascht stelle ich fest, dass ich es nicht weiß. Als wäre ich nie woanders gewesen, bin ich auf einmal hier gestanden. Gut, ich bin viele seltsame Dinge gewohnt, aber das...
Noch einmal sehe ich mich um, diesmal gründlicher. Obwohl die Straßen völlig menschenleer sind, macht der Ort einen ganz fröhlichen Eindruck, fröhlicher als die Städte zu Hause zumindest. Alle Häuser sind in verschiedenen Farben gestrichen und wirken ziemlich neu oder frisch renoviert. Die Einwohner können zumindest nicht ganz arm sein. Das bestätigt meine Überzeugung noch einmal. Das hier ist bestimmt nicht Morgon...
Aber was zum Teufel ist es dann? Wenn hier nur jemand unterwegs wäre, könnte ich ihn fragen, aber außer mir befindet sich ja scheinbar keine Menschenseele in dieser verdammten Stadt.
Als wäre dieser Gedanke ein Stichwort gewesen, nehme ich aus dem Augenwinkel plötzlich eine Bewegung wahr. Ich wirble herum und versuche, die Gestalt zu erkennen, die etwa dreißig Meter von mir entfernt steht und mir den Rücken zukehrt. Mit einer schnellen Bewegung überzeuge ich mich davon, dass mein Schwert noch am Gürtel hängt, ehe ich der Person zurufe: "He, du da! Bleib stehen, ich habe eine Frage an dich."

(Soo, da darf sich jetzt angesprochen fühlen, wer will. ^-^)

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Aschterix

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2

Thursday, December 4th 2008, 7:35pm

RE: Die Stadt der Verlorenen

Es ist kalt, so verdammt kalt...
Der Teufel, war es denn wirklich der Teufel ?, musste mich ins Jenseits befördert haben. Eine andere logische Erklärung gibt es nicht... aber was ist schon logisch ?

Ich stehe in einer dunklen Stadt, die Kälte zieht sich unter meiner Kutte nach oben, ich versuche mit Mühe meine Hände warm zureiben und mich umzuschauen. Menschenleer und gottlos, genau wie Buchenfeld, nur ohne die Totenkopf-Reiter , aber das kann ja noch kommen.

Mein Gott ist es schon soweit gekommen, kann ich nicht mehr klar denken ? Hat mich Theowulf tatsächlich in diese Hölle verbannt ? Ruhig Tobias, ganz ruhig... du hast deinen inneren Frieden gefunden und das hier sieht nicht aus wie die Hölle, wenn auch nicht wie das Paradies, welches ich mir wohl kaum verdient hatte...

Ich erwische mich dabei wie ich mich bekreuzige, alte Gewohnheit eben, aber ob mir mein Glaube an diesem finsteren Ort wirklich Stärke verleihen kann ? Hat ja schon einmal nicht funktioniert, aber was denke ich da, der Glaube ist mein Schwert und der Herr mein Hirte.. Ich sollte mich umschauen, irgendetwas sagt mir, dass ich nicht alleine bin.

Just in diesem Moment hört er das laute Rufen aus der Straßengabelung neben sich. Wer zum Teufel ist dass ? , denke ich mir und schaue mich um, hat er mich entdeckt ? Ich bin eigentlich sehr langsam und unauffällig durch die dunkle Straße geschlendert. Ich drücke mich fester an die Wand neben mir und hoffe, dass er nicht mich meinte...
Wie es schien, hatte ein grausames Schicksal ihn Katrin nach fast siebzehn Jahren wiederfinden lassen, nur damit er Zeuge ihres qualvollen Todes wurde. Oder ihr Henker.

Requiem

Hohlbeinfan

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3

Thursday, December 4th 2008, 7:49pm

RE: Die Stadt der Verlorenen

Auf den Dächern der Stadt:

Die Stadt war bis vor wenigen Sekunden noch still gewesen. Totenstill. Erst seid ein kurzer aber harter Ruf die Nacht durchbrochen hatte zeigte etwas hier den Hauch von Leben. Ich wäre fast zusammengezuckt. Der Ruf war noch weit weg gewesen, trotzdem habe ich mich in dessen Richtung aufgemacht. Wenigstens konnte ich dann einen anderen Menschen in dieser leeren Stadt sehen.

Vor wenigen Stunden wachte ich hier auf und seid dem bin ich niemandem mehr begegnet. Diese Stadt war tot und kalt. Wie eine Leiche...
Und zwischen den Schatten der Häuser bewegte ich mich. Es wäre annähernd unmöglich gewesen mich zu sehen, nur mein blasses Gesicht wird manchmal im Mondschein sichtbar. Mit blitzenden Augen und einem leichten Lächeln auf den Lippen.
Ich komme lautlos auf einem der flacheren Dächer auf. Ein großer Teil der Stadt erstreckt sich zu meinen Füßen. Doch zwischen mir und dem Meer aus Ziegeln und Stein zieht sich eien Schlucht durch die Hauswände. Ein Platz. Von hier kam die Stimme, die ich suche. Und dann sehe ich zwei Personen. Und ich kann hören was sie sagen, dank meiner besonderen Fähigkeiten. Jedes einzelne Wort...

Amber

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Thursday, December 4th 2008, 7:51pm

RE: Die Stadt der Verlorenen

Mühsam richtete ich mich auf die Beine. Irgendwie bin ich gerade geschockt. Gerade saß ich noch auf einem Pferd und jetzt hocke ich im Staub. Der Ort ist mir vollkommen unbekannt. Ich schaue mich suchend um. Da ein Rufen. Ich sehe eine Kreuzung vor mir. Eine Person, und da, auf der anderen Seite drückt sich jemand an die Wand.
Mit langsamen Schritten geh ich auf das Geschehen zu...

Baronin Kato

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5

Thursday, December 4th 2008, 7:52pm

RE: Die Stadt der Verlorenen

Unbekannte Stadt:
Die Gestalt vor mir zuckt zusammen, als ich rufe, und drückt sich enger an die Wand. Was für ein Feigling...
Trotz der unguten Situation, in der ich mich befinde, kann ich ein Grinsen nicht unterdrücken. Vielleicht wird das hier doch noch ganz lustig. Da der andere keine Anstalten macht, sonst irgendwie auf meine Worte zu reagieren, marschiere ich selber los, um mich ihm zu nähern. Schon nach wenigen Schritten erkenne ich die Kleidung, die der Mann trägt; eine Mönchskutte. Umso besser, diese Pfaffen habe ich sowieso nie gemocht. Predigen Nächstenliebe und denken sowieso nur an sich selber.
Vor dem Mönch bleibe ich stehen und sehe auf ihn herab; wie die meisten Menschen ist er um einiges kleiner als ich. "Wo willst du denn um die Zeit noch hin?", frage ich mit der bedrohlichsten Stimme, die ich hinbekomme. "Hat dir dein Klostervater nicht gesagt, dass es nachts auf der Straße gefährlich für unvorsichtige Mönche ist?" Dabei starre ich ihm in die Augen und warte auf seine Reaktion.
Ja, ich weiß ja selber, dass das kindisch ist und es viel klüger wäre, mir hier nicht gleich Feinde zu machen, sondern einfach an möglichst viele Informationen zu kommen. Aber man wird doch ein bisschen Spaß haben dürfen...

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Stardust

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Thursday, December 4th 2008, 8:18pm

RE: Die Stadt der Verlorenen

Kanalisationssystem unter der Stadt

Es war stockfinster um mich herum. Und naß.
Ich war erst vor wenigen Minuten zu mir gekommen. Wie war ich nur hierher gekommen? Das letzte, an was ich mich erinnern kann war, dass ich mal wieder versagt hatte, einem Menschen einen bösen Streich anzutun, damit meinen Eltern endlich wieder in die Hölle einziehen durften.
Als mein Onkel Asmodis das mitbekommen hatte, war er ziemlich wütend gewesen und hat mich angeschrieen, ich machte die Augen zu, steckte mir die Zeigefinger in die Ohren und als ich es wieder wagte, die Augen zu öffnen, fand ich mich hier wieder.
Aber wo war hier?
Vorsichtig drehte ich mich einmal im Kreis, doch selbst ein erfahrener Teufel wie ich konnte nicht einmal die Hand vor Augen sehen.
Dafür hörte ich aber gedämpfte Stimmen, die von über mir zu kommen schienen. Ich streckte die Arme aus, um zu zumindest rechtzeitig zu merken, wenn sich vor mir eine Wand befand und ging langsam in die Richtung, aus der ich die Stimmen vernommen hatte.


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Aschterix

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Thursday, December 4th 2008, 10:13pm

RE: Die Stadt der Verlorenen

Unbekannte Stadt :

Ich zucke zusammen. Irgendwer nähert sich mir und seine Stimme wird verständlicher. Irre ich mich oder ist dieser Jemand gänzlich in schwarz gekleidet ? Ich versuche mich ein wenig zu lockern und von der Wand wegzudrücken, aber unter meiner Kutte umklammere ich mein Jesus-Kreuz und gebe ein kleines Stoßgebet gen Himmel ab.

Seine letzten Sätze vernehme ich und ein leichter Zorn macht sich in mir breit. Dieser Mann oder ist es noch ein Kind ? Viel größer scheint er nicht zu sein, soweit ich das in der Dunkelheit beurteilen kann, aber er sieht gefährlich aus und wenn mein Gespür mich nicht im Stich lässt wäre es dumm sich ein hitziges Wortgefecht mit ihm zu leisten.

"Guten Abend der Herr !" , entgegne ich ihm leicht stotternd, aber mit sanfter Stimme, "Verzeiht ich habe mich ein wenig erschreckt, ich kenne diese Gegend noch nicht und fühle mich nicht sehr wohl. Mein Name ist Pater Tobias, ich bin... nein ich war Inquisitor und ich hatte keinen Klostervater, wie ihr es nennt, sondern einen Abt, aber das spielt keine Rolle mehr. " Ich zucke zusammen und beginne leicht zu zittern, ich nehme fast all meinen Mut zusammen und fragte dann mit zittriger Stimme: "Mit wem habe ich denn die Ehre in diesem gottlosen Städtchen mitten in der Nacht zu sprechen ?"

Er starrte seinen Gegenüber unverholen an, aber sein Zittern in den Beinen und sein Gesichtsausdruck mussten mehr als überdeutlich verraten, dass ihm diese Situation überhaupt nicht gefällt.
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Friday, December 5th 2008, 1:55pm

RE: Die Stadt der Verlorenen

In einem Kellerloch in der unbekannten Stadt:

Diese Stille. Diese ewig währende Stille, in der mein Magen knurrend an meinen Knochen nagt und die Luft gleich Wüstensand durch meine ausgedörrten Lungen fährt. Diese andauernde, nervenaufreibende Stille, in der ich mir zu viele Gedanken – ich schüttele den Kopf, wie um diesen einen grausamen Gedanken zu verbannen. Ich war tot. Nein, ich sollte tot sein! Aber ich bin es nicht mehr. Nicht mehr ...
Die Kette rasselt, als ich versuche mich in eine andere Lage zu begeben. Doch meine an die Mauer angeketteten Arme lassen es nicht zu. Der Geruch, der Anblick dieses Kellerlochs sind mir zuwider geworden. Ich muss an die Vorratskammer bei den Quorrl denken. Doch hier ist es sauber, ich bin alleine und auch der Geruch der Fischgesichter tränkt nicht die Luft. Ich bin woanders, nur wo?
Das spärliche Licht, das am Tage durch ein verstaubtes Fenster fällt, ist weniger ein Trost, denn ein quälender Schmerz, der durch meine Muskeln wie heißes Feuer rinnt.

Mein Bruder, mein dunkler Bruder. Aber nein, ich habe ihm die Tiefen Enwors gegeben, damit er endlich ablässt von der Welt. Er kann mir nicht mehr helfen. Sein verhasstes Flüstern ist verstummt.
„Bruder?“
Nichts. Kein einziger Laut.
Ich hasse ihn. Er ist ein Anhängsel, dem ich nicht entrinnen konnte, der zweite Teil von mir. Dem Teil, dem ich den Tod wünschte und doch oft genug brauchte. Doch nun ist er nicht mehr bei mir. So, wie ich es mir immer wünschte, wünschte und wollte. Er wird nicht mehr antworten.
„Bruder?“
Ein Ruf – oder vielleicht doch ein Schrei? - durchreißt die Stille. Ich bin nicht alleine. Ist mein Bruder vielleicht doch hier? Zieht mordend durch die Straßen, ohne das ihn auch nur jemand sieht? Ich kann es nicht glauben. Ich will es nicht glauben. Zu viel Schrecken und Leid hat er über die Welt gebracht. Von der Angst, meiner Angst, ganz zu schweigen.

Ich muss hier endlich raus.

Baronin Kato

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Friday, December 5th 2008, 4:13pm

RE: Die Stadt der Verlorenen

Unbekannte Stadt:
Er kennt diese Gegend noch nicht? Sollte ihm etwa dasselbe passiert sein wie mir - dass er sich plötzlich in dieser Stadt wieder gefunden hat? Bevor ich auf seine Frage antworte, versuche ich, seine Gedanken zu erspüren. Ich habe diese Fähigkeit noch nicht sehr lange, trotzdem kann ich mir schon kaum mehr vorstellen, ohne sie zu leben. Es ist so nützlich, mehr von anderen Leuten zu wissen, als sie von sich aus preis geben wollen...
Das erste, was ich in seinen Gedanken bemerke, ist seine Furcht, aber dazu bräuchte ich keine übernatürlichen Fähigkeiten; selbst ein Blinder hätte gesehen, wie nervös dieser Mann ist. Aber als ich noch etwas tiefer in ihn vordringe und ihm dabei fest in die Augen sehe, erkenne ich noch etwas anderes: Er sagt die Wahrheit. Auch er ist fremd hier. Anstatt jedoch weiter zu forschen und herauszufinden, woher er kommt, lasse ich die Verbindung zwischen seinem Geist und meinem wieder abreißen. Fürs Erste weiß ich genug.
"Mein Name ist Kart, ehrwürdiger Vater." Die letzten beiden Worte betone ich spöttisch. "Baron Kart allerdings für dich."
Plötzlich überkommt mich ein seltsames, aber bekanntes Gefühl, das Gefühl, nicht alleine zu sein. Natürlich nicht, tadle ich mich selbst in Gedanken. Immerhin kann eine so gepflegt aussehende Stadt schlecht völlig verlassen sein. Irgendwo hier müssen sich doch noch andere Leute herumtreiben...
Ich gehe nicht weiter auf Pater Tobias ein, sondern drehe mich einmal um meine eigene Achse, um meine Umgebung kurz ins Auge fassen zu können. Hier befindet sich tatsächlich noch jemand, und dieser Jemand scheint sehr wenig Scheu vor uns zu haben, denn er - nein, sie - nähert sich mit vorsichtigen Schritten. Ich taste vorsichtshalber nach meinem Schwert, aber ich glaube nicht, dass das nötig ist. Wie jemand, der gleich angreifen wird, sieht die junge Frau nicht aus.
Allerdings könnte ich schwören, dass dieses Gefühl, beobachtet zu werden, auch nicht von ihr ausgeht, sondern von jemand anderem, den ich noch nicht sehen kann...
"Guten Abend, meine Dame", rufe ich ihr zu. "Was verschlägt Euch um diese Zeit noch in diese Stadt?"

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Amber

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Friday, December 5th 2008, 4:22pm

RE: Die Stadt der Verlorenen

" Das selbe könnte ich euch fragen"
Irgendwie kommen die zwei Gestalten mir komisch vor. Ah, ein Mönch. Gott sei Dank. Ob er vom Odern hierhergeschickt wurden ist? Naja, wenigstens scheine ich nicht von Heiden umgeben zu sein. Apropos Heide, wo steckt eigentlich Salim. Er ritt doch gerade noch an meiner Seite?
Ich schaue mich um, kann ihn aber nirgends entdecken. Nein, nicht schon wieder...wir waren doch erst getrennt.
Ich bin nun ganz bei den beiden Personen angekommen. Und schaue dem in schwarz gekleideten fest in die Augen. Wieso antwortet er nicht.
Vielleicht ist er verwirrt eine Frau in Männerkleidern zu sehen...

Baronin Kato

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Friday, December 5th 2008, 4:48pm

RE: Die Stadt der Verlorenen

Unbekannte Stadt:
Ich starre die junge Frau wütend an. Zwar wirkt ihr ganzes Auftreten etwas irritierend - zumindest, dass sie kein Kleid oder keinen Rock trägt, ist ausgesprochen ungewöhnlich -, aber was mich wirklich sprachlos macht, ist der Ton, in dem sie mir geantwortet hat. Oder eher nicht geantwortet... Zu Hause auf Morgon würde keiner wagen, so mit mir zu reden.
"Wer sagt, dass Ihr die Antwort überhaupt wissen wollt?", gifte ich zurück. "Und wer seid Ihr überhaupt, dass Ihr es wagt, so einen Ton bei mir anzuschlagen?" Vielleicht ist sie eine verwöhnte Adelige, das würde ihr Verhalten erklären. Allerdings tragen Prinzessinen und Fürstentöchter auch selten Männerkleidung...
Ich bemühe mich, die nächsten Worte etwas freundlicher klingen zu lassen. "Wie ist Euer Name?"

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Yasha

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Friday, December 5th 2008, 5:43pm

RE: Die Stadt der Verlorenen

Unbekannte Stadt:
... Ich wache auf, als meine Hand nach der Bettdecke greift und sie nicht findet. Ich schlage die Augen auf, kann aber im diffusen Halbdunkel nichts erkennen. Meine Hand sucht nach dem Wecker und stößt nur gegen kalten, glitschigen Stein. Langsam gewöhnen sich meine Augen an das schwache Licht und mein Herz macht einen Sprung. Das ist nicht mein Bett!
Ich liege auf einem Stapel Kartoffelsäcke, die sich mir jetzt, da ich um sie weiß, schmerzhaft in meinen Rücken bohren. Als ich Stimmen höre, stehe ich schnell auf und gehe auf sie zu. Die einzige Möglichkeit, die sich meiner Erfahrung nach auftut, ist, dass ich in Märchenmond gelandet bin.
Komisch, ich dachte, ich wäre zu alt dazu!?
Ich gehe die Gasse entlang und langsam kann ich eine der beiden Stimmen identifizieren. Mir wird fast schlecht, als ich den vertrauten Klang von Baron Karts Stimme vernehme.
Wie kann das sein? Was läuft hier eigentlich?
Ich drücke meinen Rücken gegen die Wand und luge langsam um die Ecke, wo ich drei Gestalten sehen kann, zwei davon mir unbekannt. Vorsichtig beuge ich mich etwas weiter vor...
Falls ein Vampir dich verfolgt, streue Getreidekörner hinter dich. Vampire sind zwanghafte Zähler und werden dich über das aufsammeln und zählen vollkommen vergessen. Auch Reiskörner eignen sich. (Das Vampir-Handbuch, Paul van Loon & Jack Didden)
... ein Andrej springt über den Zaun *gäähn* ...

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Friday, December 5th 2008, 7:10pm

RE: Die Stadt der Verlorenen

Ich muss hier endlich raus.

Wenn es wirklich mein dunkler Bruder ist, der Daij-Djan, dann muss ich ihn aufhalten. Er darf seinen Weg nicht aus Leichen pflastern. Nicht meinetwegen. Ich habe dich nicht gerufen, Bruder. Lasse ab von deinem Tun!
Ich habe keine Wahl, ich muss hier raus. Keine Kompromisse, kein Aber! Ich muss mich vergewissern, dass nicht er es ist!
Fieberhaft suche ich nach einer Lösung. Ich habe es in den letzten Stunden schon oft genug getan. Ich sehe nichts. Kein Entrinnen. Ich zwinge mich zur Ruhe. Ich muss nachdenken. Meine Gedanken schweifen wieder ab.
Wenn es wirklich der Daij-Djan ist, warum spricht er dann nicht mit mir? Warum schleicht er sich nicht in meinen Verstand, flüstert mir schmeichelhaft bösartig ins Ohr? Bilde ich mir nur alles ein?
Ich muss hier raus. Mich vergewissern, was hier vor sich geht. Nur die Frage ist das Wie. Nach wie vor. Immer noch. Unausweichlich.
Kritisch betrachte ich die Ketten. Dann die Mauer, die Stellen, an denen sie eingelassen sind. Es wird nicht leicht. Aber es wird gehen. Ich bin ein Satai!

Ich konzentriere mich auf die Kraftreserven tief in meinem Inneren, die nur die Satai anrühren können und uns nahe an den Pfad des Todes bringen. Ich vergesse meine Schwäche, das Brennen in meiner Kehle; ich fühle Stärke.
Die Mauer knirscht. Ich schreie auf, halte inne und reiße erneut mit aller Kraft, die ich aufbringen kann. Dann liege ich keuchend auf dem Boden. Mein linker Arm ist frei.
Ein Arm noch, dann bin ich frei. Und wehe denen, die mir das hier angetan haben und mich hier verrotten ließen. Bestimmt bin ich nicht der einzige. Ja, ganz gewiss nicht. Es muss schließlich einen Grund geben, warum ich hier bin, warum ich lebe.

Schwankend und keuchend stehe ich in der Tür des Kellers. Die Ketten baumeln von meinen Handgelenken. Ich werde sie später entfernen.
Der Keller ist vollgestopft mir Kisten. Hoffentlich auch mit etwas zu essen. Mein Magen knurrt verlangend. Und meine Waffen. Ich brauche mein Tschekal.
Der Deckel im Boden klappert, als ich über ihn gehe.
Abflusskanäle. Günstig zur schnellen Flucht. Ich merke es mir.

Stardust

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Friday, December 5th 2008, 8:43pm

RE: Die Stadt der Verlorenen

Kanalisationssystem unter der Stadt

Ich war noch gar nicht sehr weit gekommen, als ich plötzlich einen lauten Schrei höre. Erschrocken drehe ich mich um. Nun bin ich völlig verwirrt. Soll ich weiter in die Richtung gehen, aus der die Stimmen kommen, oder besser umdrehen und der armen Seele helfen?
Ich entscheide mich für letzteres.
Als ich einige Sekunden unterwegs war, höre ich ein Klappern schräg über mir. Eine Falltür!
Ich beschleunige noch mal meine Schritte, bis ich über mir einen schwach grauen Lichtstrahl erkennen kann, der durch eben diese sickert.
Ich taste mich in an die Wand heran und finde sogar auf Anhieb, was ich gesucht habe: Rostige Eisensprossen, an denen man hinaufklettern kann.
Vorsichtig prüfe ich, ob diese mein Gewicht halten und mache mich auf den Weg nach oben. Bei jeder zweiten Stufe ertönt ein leises klack, durch meinen Pferdefuß.

Es ist nicht einfach, doch nach einiger Kraftanstrengung schaffe ich es, die Falltür anzuheben. Die Sprosse knarrt unheilvoll unter dem Gewicht.
Ich bekomme die Luke auf, krabbele mit Mühe hindurch und stehe einem Menschen gegenüber.


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Aschterix

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Friday, December 5th 2008, 9:40pm

RE: Die Stadt der Verlorenen

Unbekannte Stadt:

Mir ist ein wenig schwindelig, mir scheint dieser unheimliche Mann weiß mehr über mich als mir lieb ist. Ist dies doch die Hölle ? Ich habe noch nie eine angsterregendere Gestalt von Nahem gesehen.

Langsam legt sich meine Furcht etwas, immerhin hat er mir mit seiner Waffe, welche er sicherlich bei sich hat, immerhin bin ich trotz der Dunkelheit nicht so blind, dass ich seinen festen Griff nicht bemerke, jene nicht gezückt und mich eiskalt niedergestreckt. Wobei das nichts heissen muss, wäre nicht das erste Mal, das man mir ein Schwert in den Leib rammt ohne dass ich damit rechne.

"Baron Kart es ist mir eine Ehre. Erlaubt mir euch zu fragen was euch an jenen dunklen Ort verschlägt so ganz allein ? Und falls ich mir die Frage gestatten darf, warum tragt ihr eine Waffe bei euch, muss ein alter Mann wie ich sich Sorgen machen in dieser Gegend ?"

Ich bereute den letzten Satz schon nachdem ich ihn ausgesprochen habe. Dann sehe ich diesen Ritter auf uns zu kommen. Seine Stimme klingt merkwürdig und sein Aufzug erinnert mich an einen Kreuzritter. Das kann nur ein ganz schlechter Traum sein oder ich bin tatsächlich in der Hölle gelandet. Auch wenn ich ein Mann der Kirche bin, das Abschlachten im Namen des Glaubens habe ich nie für richtig erachtet... Ich wundere mich selbst, dass diese Gedanken von einem Inquisitor stammen, aber immerhin habe ich es ja auch nicht übers Herz gebracht die Hexe von Buchenfeld zu töten sondern schaffte es ja, den Teufel persönlich gegenüber zu stehen und in diesem dunklen Ort zu landen.

Die beiden Gestalten fangen an miteinander zu reden, aber die Umgangsformen sind alles andere als freundlich. Es war schwer genug diesen Baron Kart davon zu überzeugen mich nicht niederzustrecken und ein Kreuzritter oder was immer das darstellen soll , scheint mir auch kein guter Zeitgenosse zum Plaudern zu sein.

Ich höre den beiden zu, drücke mich aber wieder ein wenig gegen die Wand und versuche erstmal zuzuhören, was die Beiden miteinander bereden.
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Friday, December 5th 2008, 9:44pm

RE: Die Stadt der Verlorenen

Ich muss nicht lange suchen, um fündig zu werden. Mein Tschekal und die Schuriken liegen achtlos auf einem Tisch im hinteren Teil des Raumes. Ich nehme meine Waffen an mich und horche. Ich war viel zu unvorsichtig gewesen, gefangen in meiner Angst um die Rückkehr des Daij-Djan. Doch bisher war alles still geblieben. Bis auf den einen Ruf von draußen. Es scheinen nicht viele Menschen in der Gegend zu sein. Vielleicht haben die Quorrl sie ja vertrieben, überlege ich, während ich die Kisten durchsuche. Sie sind unbenutzt, scheinen ungebraucht zu sein. Nur der Geruch ist eigenartig. Ein wenig verfault.
Schließlich sehe ich die Treppe, die verborgen hinter einer Kiste nach oben führt. Ich setze meinen Fuß auf die erste Stufe, lausche erneut und ziehe zur Vorsicht das Tschekal. Ich kann nicht wissen, vielleicht lauert mein Peiniger ja nur auf eine Gelegenheit mich fertig zu machen, mir jede Chance auf ein Entkommen zu nehmen. Doch da scheint nichts zu sein. Schon will ich nach oben hetzten, mich durch die Tür werfen und jeden überraschen, der dort oben auf mich warten mag – da drehe ich mich mit einem Ruck herum. Etwas bewegt sich dort unten, unter dem Deckel in der Kanalisation. Dann ertönt ein Knarren und ein TOCK TOCK TOCK. Angespannt bleibe ich stehen, der Gefahr harrend, die mich da erwarten mag. Ich bin bereit sofort zuzuschlagen.
Etwas drückt von unten dagegen und dann kommt ... eine Kreatur hervor gekrochen. Eine weitere Ausgeburt des Netzes? Ich schaudere, will zuschlagen, diese Kreatur vom Antlitz Enwors fegen, doch etwas lässt mich zögern. Das Heimtückische glitzert nicht in den Augen des Wesens. Oder ob das Netz neue, bessere Kreaturen als den Dronte auf die Jagd nach mir geschickt hat? Ich muss vorsichtig sein!
„Wer ... was bist du?“, frage ich, immer bereit dem Kampf sofort ein Ende zu machen. „Offensichtlich kein Quorrl.“
Titch und Kiina, wo mögen sie wohl sein?
„Kein Quorrl, aber sicherlich auch -“
Ein Beben läuft durch den Boden, kurz lasse ich das Wesen aus den Augen, doch es steht noch immer dort.
Was mag hier nur vor sich gehen?
Plötzlich fällt mein Blick auf einen Zettel, der zwischen zwei Kisten geklemmt ist, vorsichtig, das rote Wesen im Mantel nicht außer Acht lassend, greife ich danach: Gegensätze ziehen sich aus. Achtlos lasse ich ihn fallen. Ich habe ein anderes Problem.

Amber

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Saturday, December 6th 2008, 12:12am

RE: Die Stadt der Verlorenen

Wie mein Name ist? Vielleicht hätte sich dieser Kerl mal selbst vorstellen sollen!
Ich probiere mich zu beruhigen, atme tief durch...
" Mein Name ist Robin von Tronthoff und ich bin ein Tempelritter, Vertraute von Balduin, dem König von Jerusalem. Reicht euch das als Antwort? Und nun, wo ich mich vorgestellt hab, würdet ihr mir bitte euren Namen verraten?"
Irgendwie scheint der Kerl mich verwirrt anzusehen....was soll das hab ich was an der Backe kleben?
Ich wende mich dem Mönch zu, der sich an die Mauer drückt.
"Bruder, wir dienen einem König, ihr müsst doch schon von mir gehört haben? Ich bin das Schwert des Königs"

Aschterix

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Saturday, December 6th 2008, 8:19am

RE: Die Stadt der Verlorenen

Ich versuche mich ein wenig zu entspannen und schaue mir gebannt diesen "Robin" an. Er wirkt etwas komisch und was mich noch viel stutziger macht ist seine Bemerkung , er sei ein Vertrauter des Königs von Jerusalem.
Entweder, dass ist ein ganz schlechter Traum oder hier stimmt etwas absolut nicht.

"Verzeiht werter Ritter Robin, ich nehme wohl an ich habe mich gerade verhört, ihr sagtet doch nicht im Ernst ihr wärt ein Tempelritter ? Meine Sinne spielen mir seit ein paar Stunden einen üblen Streich, da kann es schon gut sein das ich mich verhört habe. Ich bin Pater Tobias und ich diene nicht dem König sondern handle im Namen des Herren und unterstehe dem Papst Innozenz dem VIII , wie auch ihr nehme ich an ?"

Dieser Kerl erscheint mir äußerst merkwürdig. Er ist nicht gerade ärmlich gekleidet wie die Ritter, oder jene die sich als solche bezeichnen, die ich bisher kennen gelernt habe. Aber irgendeine dunkle Vorahnung in mir und vorallem die Art und Weise wie die beiden miteinander sprechen sagt mir, dass ich mich wohl nicht verhört habe.
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Sunday, December 7th 2008, 5:28pm

RE: Die Stadt der Verlorenen

Der Mensch scheint durch meinen Anblick ziemlich erschrocken zu sein. Eigentlich kann ich ihn auch verstehen, denn es kommt bestimmt nicht so oft vor, dass man einem waschechten Jungteufel gegenüber steht. Allerdings finde ich nicht, dass ich so Furchteinflößend aussehe, als dass man ein Schwert in der Hand behalten müßte.
Ich setze gerade zur Antwort auf seine Frage an, da beginnt der Boden unter mir zu beben. Irritiert drehe ich meinen Kopf hin und her, kann aber nicht ausmachen, wo seine Quelle liegt.
Langsam wird es mir unheimlich. Erst die dunklen Abwasserkanäle, dann der Fremde, der anscheinend nur auf eine Gelegenheit wartet, auf mich loszugehen und nun auch noch dieses unheimlich Beben. Fast wünsche ich mich wieder nach Hause ins Feuerland, doch dann fällt mir wieder mein wütender Onkel ein und verdränge den Gedanken ganz schnell.
“Mein Name ist Teufelchen”, antworte ich, um mich ein wenig abzulenken. “Ich bin ein Teufel. Meine Mutter nennt mich manchmal auch Satansbraten.”
Es kommt mir so vor, als würde sich mein Gegenüber ein wenig entspannen und mich nicht mehr gleich in der Luft auseinander nehmen zu wollen, also kratze ich all meinen Mut zusammen und frage ihn: ”Und wer bist du? Weißt du vielleicht, wo wir hier sind? Und was ist ein Quorrl? Von so etwas habe ich noch nie gehört.”
Ich mache einen Schritt nach vorne. Mein Pferdefuß verursacht auf dem Steinboden ein leises Klack.


Yesterday is history. Tomorrow is a mystery. But today is a gift, that is why it is called "present".


(RPG-Chara: Teufelchen, Teufel )

Amber

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20

Sunday, December 7th 2008, 8:02pm

RE: Die Stadt der Verlorenen

"Innozenz der VIII? Wer soll denn das sein? Ist das vielleicht ein neuer Gegenpapst? Der derzeitige Papste dessen Namen mir bekannt ist heißt Alexander der III."
Ich schaue den Mönch verwirrt an und mittlerweile beginne ich etwas an seinem Verstand zu zweifeln.
Wenn doch nur Salim hier wäre
Nagende Unruhe fängt mich an zu überfallen und die Ungewissheit frisst an meinem Herz.
Ich reiße mich zusammen und probiere meine Aufmerksamkeit wieder auf meine Gegenüber zu lenken. Ich wende mich der anderen Gestalt zu.
"Entschuldigt, aber ihr könnt uns doch bestimmt sagen wer Papst ist?"