Die Chronik der Unsterblichen 9 - Das Dämonenschiff

Als sie ein niedergebranntes Küstendorf am Rande des ewigen Eises nach Überlebenden absuchen, werden Andrej und Abu Dun von den kriegerischen Nordmännern gefangen genommen und in ihr Dorf verschleppt. Dort werden die Unsterblichen Zeugen eines brutalen Überfalls unheimlicher Kreaturen und müssen feststellen, dass kein anderer als Odin, der Rabengott, das kleine Volk seit jeher knechtet. Wer sich auflehnt, wird grausam bestraft. Viele sind seiner Willkür bereits zum Opfer gefallen, zu viele. Thure, der kriegerische Anführer der Nordmänner, bittet Andrej, ihm beizustehen. Ein kleines Heer tapferer Krieger macht sich auf, das Unvorstellbare zu vollbringen: einen Gott zu töten. Doch auf ihrer Reise erwarten sie ungeahnte Schrecken ...
This post has been edited 1 times, last edit by "Mira" (Feb 16th 2011, 9:38am)
RE: Die Chronik der Unsterblichen - Das Dämonenschiff
Hmm... schwer zu sagen... Wenn ich es mit seinen früheren Werken vergleiche... irgendwie fehlt da der gewisse Touch! Und dennoch wieder nicht. Es kann ja sein, das es jemand anders geschrieben hat, aber der Meister noch was verändert hat.
RE: Die Chronik der Unsterblichen - Das Dämonenschiff
Das Ende fand ich sehr traurig, aber ich hab es fast befürchtet, das es SO ausgeht... T^T
Fang heut mit Band 10 an.
Dass Urd sterben wird, war eigentlich schon zu Beginn des Buchs klar, weil W. Holbein dies leider in dieser Buchreihe immer so gehandhabt wird, was ich ziemlich schade finde. Meiner Meinung nach wäre Urd eine wirkliche Bereicherung für das Team gewesen.
Aber eins verstehe ich an diesem Band nicht wirklich. Warum hat Loki Urd getötet? Natürlich war Loki ziemlich sicher wütend auf Andrej und Abu Dun und wollte ihn mit dem Tod von Urd Schmerzen bereiten. Aber er ist doch wie alle anderen gottgleichen Vampire sehr alt und müsste doch eigentlich über solchen Gefühlen stehen. Wenn man einmal die ägyptischen Vampire aus Band 8 betrachtet, haben die absolut kühl und logisch gehandelt und nur ihre eigenen Interessen umgesetzt. Die haben überhaupt keinen Gedanken an die Menschen oder andere schwächere Vampire verschwendet. Sie haben diese nur benutzt. Es wäre ihnen nie in den Sinn gekommen einen anderen nur aus Rache zu töten, wenn sie solche Gefühle überhaupt gegenüber in ihren Augen niederen Lebensformen verspüren. In ihren Augen sind alle anderen Lebewesen ja nichts als zum Beispiel Ameisen. Wer würde bitteschön eine Ameise töten, um einer anderen dadurch Schmerzen zuzufügen. Was hat Loki Urds Tod gebracht? Er hat sich dadurch nur zwei sehr gefährliche Feinde geschaffen, die nichts mehr zu verlieren haben und ihn bis in den Tod verfolgen werden, um ihn zu töten. Sie haben sogar eine Waffe, mit der sie dieses Unterfangen bewältigen können. Hätte Loki Urd am Leben gelassen und sich einfach eine Zeit lang versteckt, wäre ihm doch mehr gedient gewesen. Dann wären Andrej und Abu Dun mit Urd und den anderen Nordmännern zurück ins Dorf gefahren. Dort wären sie dann einige Zeit geblieben und wären dann irgendwann mit Urd zurück nach Zentraleuropa gereist. Dann hätte Loki wieder freie Bahn gehabt und hätte all seine Pläne oder sein früheres Leben wieder aufnehmen können. Weder Andrej noch Abu Dun hatten nämlich vor gehabt Loki zu jagen. Wenn sie sich irgendwann noch einmal über den Weg gelaufen wären, wäre es sicherlich zum Kampf gekommen und sie hätten versucht Loki zu töten, aber sie hätten niemals aus eigenem Antrieb nach Loki gesucht, um ihn zur Strecke zu bringen. Dies wäre doch für Loki die viel bessere Alternative gewesen. Deshalb frage ich mich warum Loki Urd getötet hat. Kann sich hier im Forum vielleicht dieses unlogische Verhalten von Loki erklären?
http://www.flickr.com/photos/orgrim/
Über Kommentare würde ich mich freuen.
Die alte Seite, auf der ich schon etliche Fotos hochgestellt habe, ist leider nicht mehr online. Auf der neuen Seite sind bereits ein paar zu finden, die restlichen folgen dann nach und nach.
Letztes Update: 29.04.2012
Außerdem zieht sich Lokis Spiel auch durch den folgenden Band: Göttersterben, wenn ich mal soviel verraten darf.

@Yuriouhisama:
Danke für den Hinweis, dass die Namen Urd, Skuld und Verdandy auch aus der nordischen Mythologie stammen. Ich habe zwar schon einige andere auftachende Namen wie Nagelfahr usw. überprüft, ob es diese in der nordischen Mythologie wirklich gibt, aber diese drei habe ich nicht geprüft. Ich war der Meinung, dass dies einfach nur normale Personennamen seien. Was mich aber wundert, ist die Reihenfolge der Namen wie sie W. Holbein vergeben hat. Urd steht für die Vergangenheit, Skuld für die Gegenwart und Verdandy für die Zukunft. Ich hätte den drei Frauen aus dem Buch die Namen eigentlich genau andersherum gegeben. Die neue Liebe von Andrej war doch der jüngste Vertreter dieser Familie und würde doch am ehesten für die Zukunft und nicht für die Vergangenheit stehen und müsste somit den Namen Verdandy erhalten. Oder habe ich da etwas übersehen?
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Über Kommentare würde ich mich freuen.
Die alte Seite, auf der ich schon etliche Fotos hochgestellt habe, ist leider nicht mehr online. Auf der neuen Seite sind bereits ein paar zu finden, die restlichen folgen dann nach und nach.
Letztes Update: 29.04.2012
. Die Chronik steht zwar immer noch ungelesen im Bücherschrank, irgendwie komm ich da noch nicht dazu, die zu lesen. Ich hab einfach viel zu viel andere Bücher rumliegen, die grade wichtiger für mich sind. Über die nordische Mythologie hab ich aber schon ne Menge Bücher gelesen, und denke, dass ich da ganz gut Bescheid weiß. Deswegen klär ich mal über die drei Damen mit den seltsamen Namen auf
. Es sind auf jedenfall nicht die drei Damen vom Grill
.Dabei handelt es sich um die drei Nornen. Das nordische Weltbild kann man sich als Baum vorstellen. Der Welt-Esche Ygdrasil. Dort gibt es in der Krone verschiedene Ebenen. In Asgard z.B. leben die Götter und Midgard ist die Ebene in der wir Menschen leben. Ganz unten an den Wurzeln von Ygdrasil sitzen die 3 Nornen und spinnen die Lebensfäden von jedem einzelnen Lebewesen auf Ygdrasil. Ihre Namen Urd ( Das Gewordene ), Verdandi ( Das Werdende ) und Skuld ( Das was werden wird ).
Wenn man so will, sind diese drei Damen wohl die wichtigsten Wesen, noch vor Allvater Odin, weil sie eben für alle Anderen das Schicksal in ihren Händen haben.
Ich persönlich finde es nicht besonders toll, dass Hohlbein diese Namen für seine Romane "missbraucht". Auch in seinem anderen Buch "Thor" wurschtelt er sich ja durch den nordischen Götter-Tempel wie der Elefant durch den Porzellan-Laden. Meiner Meinung nach täte er besser daran, wenn er sich für diese Charaktere eigene Namen ausdenken würde. Einerseits könnte er sich den Zorn der nordischen Götter zuziehen
, andererseits ist auch ein bissl Respekt vor einer Kultur, die um ein Vielfaches älter als das Christentum ist, angebracht. Was mich aber viel mehr erschreckt ist, dass manche Leute auch wirklich das glauben könnten, was Hohlbein so schreibt. Fragt man die nach Urd, Verdandi und Skuld, könnten die womöglich antworten: "Das sind die Mädels aus Hohlbeins CdU die alle scharf auf Andrej waren." Oder so
.Nehmt´s mir nicht übel, ich will hier auch keine Haare spalten. Aber man erwartet doch von Autoren, dass sie ihre Romane so gut wie möglich recherchieren. Ich will Hohlbein ja nicht unterstellen, dass er das nicht tut. Im Gegenteil, ich denke, wenn er schon diese Namen kennt, weiß er auch was sie bedeuten. Warum verwurschtelt er sie dann so? Wahrscheinlich fällt das für Autoren unter "Künstlerische Freiheit", mich stört das allerdings schon. Bei so einer "grenzenlosen" Phantasie wie sie Hohlbein hat ( und das meine ich wirklich so ), sollte man doch auch erwarten können, dass man sich auch ein paar Namen für Charaktere einfallen lassen kann und sich nicht an der nordischen Mythologie vergreifen muss.
(SM. Ludwig II von Bayern)
Königstreuer Guglmann
Dazu kann ich dir vielleicht was sagen

Ich war am Mittwoch auf seiner Lesung in Mainz (wo er aus Thor gelesen hat) und am Ende gab es ja auch eine Fragerunde und da wurden deine Fragen glaube ich beantwortet. Mal sehn ob ich noch alles zusammen bekommen.
Zum Theme Recherche meinte Hohlbein das es Autoren gibt die alles bis ins kleinste Detail recherchieren und andere die ein soldies Grundwissen zu einem Thema haben. Er gehöre zur zweiten Gruppe. Ein Beispiel hat er auch noch angebracht: "Wenn man bei anderen Autoren in eine Straßenbahn steigt wurde so genau recherchiert das man genau weiß wo sie überall hält, bei mir jedoch weiß man nicht mal ob es überhaupt in einer Straßenbahn gibt."
Respekt vor den Kulturen und Myten andere Völker hat er und die Kultur und Geschischten interessieren ihn persönlich auch, deshalb hat er ja ein solides Grundwissen mit den er immer an seine Büch geht.
Auch hat er gesagt er hat versucht sich die Geschichte so vorzustellen wie sie hätte wirklich passiert sein können damals, wenn z.B. Thor und Loki keine Götter gewessen sonder einfach nur Menschen.
Vielleicht hilft dir das ja

MFG
Irgendwie gibt das wieder frische in der Literatur im allgemeinen.
Ständig Götter als Götter an sich zu belassen, find ich persönlich auf Dauer langweilig. Und wer weiß, welche Mystiken oder Kulturen dahinter stecken, der versucht natürlich mehr darüber zu erfahren. Also informationen zu suchen.
Und wer das nicht weiß, kann sich ja darüber informieren. Quellen gibt es genug. Sei es TV, Inet, Bücher, Schule, Uni...
selbst im Freundeskreis.
Wie gesagt: Ich find daran nichts vewrwerfliches, nur weil er aus den Göttern ein wenig was anderes gemacht hat. Im Grunde bleiben sie ja Götter.
Danke schön, hast du die Fragestunde auswendig gelernt?
Na im Ernst, ich schätze Hohlbein auch so ein. Dass er sich für alte Kulturen und Geschichte interessiert, bezweifle ich auch nicht. Und ihm ist in erster Linie wichtig, seine Leser zu unterhalten. Und das macht er ja ausgesprochen gut, keine Frage. Aber was will er damit bezwecken? Warum will er die Götter menschlich werden lassen? Die waren niemals menschlich, sondern sie sind einfach von den Menschen erschaffen worden, um sich die Umgebung ihrer Natur erklären zu können. z.B. Blitze kommen von Thor und Sonne und Mond werden mit einem Wagen über den Himmel gezogen. Ich find es einfach nicht ganz richtig. Ich weiß gar nicht, wie ich´s beschreiben soll. Es ist, wie wenn man einen Döner-Stand vor die ägyptischen Pyramiden stellen würde
. Ich bin einfach der Meinung, dass man an solch alten Dingen nicht mehr rühren sollte.@Yuri:
Irgendwie stimmt es schon, was du sagst. Manche Leser wundern sich vielleicht wirklich über die seltsamen Namen und googeln mal nach, um mehr darüber zu erfahren. Aber meinst nicht, dass die vielleicht enttäuscht sind, wenn sie erfahren, was wirklich dahinter steckt?
@Lill:
Über Loki kann ich dir schon Einiges erzählen. Vor allem dass ER keine Frau ist
, wie in Hohlbeins Chroniken. Loki ist verheiratet, mit seiner Frau Signy. Mit ihr hat er mehrere "Söhne" die meist irgendwelche Fabelwesen sind. Loki ist der Gott der Lügen und Intrigen. Sein Gegenteil ist Baldur, der Gott des Lichts und der Schönheit. Loki hasst Baldur deswegen und will ihn aus dem Weg räumen, doch Baldur ist unverwundbar. Die Götter haben alle Lebewesen auf dem Weltenbaum den Schwur abgenommen, Baldur nicht zu verletzten, auch den Pflanzen. Nur die Mistel haben sie nicht gefragt, weil sie ihnen zu unscheinbar war. Eines Tages haben die Götter auf Asgard einen Wettstreit mit dem Bogen veranstaltet. Alle haben Speere und Pfeile auf Baldur geschossen, weil er ja unverwundbar war, und daher eine tolle Zielscheibe geboten hat. Dann kam Loki, und hat dem alten, blinden Gott Hödur auch einen Pfeil in die Hand gedrückt. Er meinte: "Auch wenn du blind bist, ist es keine Schande wenn du nicht auch schiesst. Ich werde deinen Pfeil schon lenken." Doch Loki hat seinen Pfeil aus einer Mistel geschnitzt. Und der blinde Hödur hat auf Baldur geschossen und ihn damit getötet.
Dann kam Baldur ins Totenreich Helheim, zur Göttin Hel. Die Götter waren in tiefer Trauer und haben den Gott Hermodr nach Helheim geschickt dass er Hel überredet, Baldur frei zu geben. Hel gibt Baldur aber nur frei, wenn wirklich jedes Lebewesen um Baldur trauern würde. Und alle Lebewesen haben getrauert, nur Loki nicht. Deswegen ist Baldur auch heute noch in Helheim. Loki`s Söhne wurden von den Göttern ermordet, und Loki wurde mit den Eingeweiden seiner Söhne an einen Felsen gefesselt. Darüber haben die Götter eine Schlange gesetzt, deren ätzender Speichel in Lokis Gesicht tropft. Lokis Frau Signy sitzt neben ihm und fängt mit einer Schale die ätzenden Tropfen der Schlange auf. Nur manchmal muss sie die Schale ausleeren, und dann tropft der Speichel in Lokis Gesicht, dass er sich in Schmerzen windet. So sehr, dass die Erde erzittert. So haben sich unsere Vorfahren die Erdbeben erklärt.
Ich war jetzt ein bissl ausschweifend, aber kürzer kann man diese Geschichte kaum erklären
. Ich find es einfach beeindrucken, dass solche Geschichten schon vor über tausen Jahren hier entstanden sind. (SM. Ludwig II von Bayern)
Königstreuer Guglmann
Vllt kommt es dann wirklich wieder auf künstlerische Freiheit raus.
Aber ich find es halt echt schön, wenn man mehrere Versionen/Varianten von sowas in anderer Form hat.
Hoffe, du verstehst, was ich grad damit sagen will. Meine Erkältung ist momentan wieder so schlimm, das es mein Hirn schon zermürbt... (Gehe auch gleich wieder schlafen. Muß Montag immerhin wieder zur Arbeit. -_-)
http://www.flickr.com/photos/orgrim/
Über Kommentare würde ich mich freuen.
Die alte Seite, auf der ich schon etliche Fotos hochgestellt habe, ist leider nicht mehr online. Auf der neuen Seite sind bereits ein paar zu finden, die restlichen folgen dann nach und nach.
Letztes Update: 29.04.2012

