Horror Horus
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Horus

London, 1888. Ein Schiff läuft in den Hafen ein. Der einzige Passagier an Bord ist eine Frau - rätselhaft, anmutig wie eine Katze und mit einer Haut schwarz wie die Nacht. Sie nennt sich Bast und sagt, sie sei nach London gekommen, um ihre Schwester zu suchen. Doch das Rätsel um Bastet, so ihr eigentlicher Name, geht viel tiefer. Ihre Familie ist alt, sehr alt. Einst hat man sie als Götter verehrt, noch immer sind sie mehr als gewöhnliche Sterbliche, und ihre Gefühle sind übermenschlich. Liebe treibt sie, Hunger brennt in ihnen, und Hass legt sich über die Stadt wie die dunklen Schwingen eines riesigen Falken. Und während des Nachts ein Mörder durch die nebligen Gassen von London schleicht, entbrennt in den unterirdischen Kanälen ein Kampf zwischen Mächten, die so alt sind wie die Menschheit. Vergessen Sie alles, was Sie bislang über Jack the Ripper und die altägyptischen Götter wussten! Wolfgang Hohlbein gibt auf unnachahmliche Weise Einblick in seine ganz eigene Interpretation beider Legenden.
This post has been edited 1 times, last edit by "Mira" (Jan 27th 2011, 10:00pm)
RE: Horus
Ich fand die Auflösung echt cool am Ende, also damit habe ich nicht gerechnet. Das einzige, was mich gestört hat (ja, bin ein kritischer Leser) ist, dass letztendlich die Bösewichte durch "normale" Waffen auch besiegt werden konnten. Habe das noch so in Erinnerung. Vor allem bei Horus ganz am Ende. Aber es war mal ein sehr erfrischendes Szenario!
RE: Horus
Warte schon sehnsüchtig auf das nächste Hohlbein-Buch!!!!
RE: Horus
Jack the Ripper spielt nicht die Rolle, wie ich sie mir erhofft hatte, und wird erst gegen Ende richtig ins Geschehen gedrängt. Nun gut, daran will ich nicht mäkeln, wenn es ansonsten eine klasse Story gegeben hätte. Doch auch diese gibt es nur gestreckt. Ständige Längen und Wiederholungen reizen nicht gerade dazu, den Daumen nach oben zu recken. Ich hatte allzu oft sogar das Gefühl, ich würde mich im Kreise drehen. Hohlbein'sche Floskeln, damit habe ich insgeheim schon gerechnet, doch wenn das Tier ständig an seinen Ketten zerrt, nervt es auf Dauer. Man kann es auch übertreiben! Dieses nur mal als Beispiel genommen.
Ägypten ... nun gut, die Handlung spielt in England, aber die Figuren Bastet/Sachmet, Horus, Isis und Sobek gaben mir kein ägyptisches Flair, das sich in Englang "breit macht". Wäre der Bezug zu diesen Gottheiten nicht da, hätte es jede x-beliebige Figur sein können.
Doch komme ich auch einmal zu etwas Positivem!

Die Atmosphäre ist klasse. Die Beschreibung der Slums und der Gesellschaft, was vor allem die arme Bevölkerungsschicht und die Prostituierten angeht, ist spitzenmäßig! Da konnte ich mich ... mhm, "wohl fühlen". Richtig hinein versetzen ist vielleicht eine bessere Bezeichnung. Und auch die spärlichen Action-Szenen sind gut gelungen, auch wenn ich das Gefühl habe, das die Kämpfe teilweise mit Versatzstücken von Sätzen arbeiten.
Das Ende hingegen kann für einiges entschädigen! Dachte ich zuerst, dass die Auflösung doch etwas lasch ist, gab es den großen Knall mit Mrs Walsh. Das ist gelungen. Äußerst gelungen!
Fazit: Mit Kürzungen und besserer Bearbeitung der ägyptischen Figuren hätte Hohlbein viel mehr aus diesem Roman heraus holen können. Mehr als Durchschnitt ist dieser Roman nicht.
war so fasziniert von Bast! ein toller Charakter und wahnsinnig gut ausgearbeitet! ein Buch das ich jedem empfehlen würde, der sich für ägyptische Götter interessiert
Furchtlos ist, wer gar nicht erst Angst hat.....