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Bhargra

Neuling

  • "Bhargra" started this thread

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Sunday, March 21st 2010, 4:49pm

Facharbeit über das Fantasy Werk von Wolfgang Hohlbein

Guten Tag zusammen.

Zunächst ein paar Worte zu meiner Person, da ich ja neu hier bin:

Ich bin 18 Jahre alt, Schüler, und besuche ein bayerisches Gymnasium. Derzeit bin ich in der K12, also noch einige Zeit vom Abgabetermin der Facharbeiten entfernt, aber lieber n bisschen früher anfangen bevor das Ganze dann in Panik ausartet . . . ; )

Mein Thema (im LK Deutsch) lautet: Faschistoide Züge im Fantasy Werk von Wolfgang Hohlbein?

Die Existenz solcher Züge soll anhand zweier Werke Hohlbeins begründet (od. auch widerlegt) werden.

Nun ist aber Hohlbeins Repertoire an Fantasy-Literatur ziemlich breit gefächert, unheimlich produktiv der Mann.... und ich will mich nicht blind in einen Bücherberg stürzen, sondern mit etwas Zielstrebigkeit an die Sache rangehen....

Deshalb frag' ich euch:

Fällt euch dazu was ein? Trägt ein Charakter aus Hohlbeins Werk irgendwelche Züge des Faschismus, beispielsweise weil seine Sprache an den Faschismus erinnert? (Anzeichen für faschistische Rhetorik:

- Kein Zweifel an der eigenen Meinung, keine Zwischentöne
- Eher Monolog als Dialog
- Zug zur Menschenverachtung, Manipulation der Masse usw....)

Man denke nur an die Hitler/Goebbels- Reden.

Oder gibt er Charaktere, deren Handeln sich durch rücksichtslose Grausamkeit, ausgrenzendes Verhalten, undiplomatisches Vorgehen, Egoismus etc. auszeichnet?

Ich hoffe ihr könnt mir da ein bisschen weiterhelfen, oder auch ein paar Anreize und Ideen geben.... schließlich sitz ich ja hier an der Quelle :)

Auch wenn ihr euch nicht ganz sicher seid, schreibts einfach mal rein....

Danke schonmal : )

oxundanto

Neuling

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Sunday, March 21st 2010, 9:43pm

Spontan fällt mir ein "Die Bedrohung": Ziemlich augenscheinliche Holzhammer-Allegorie auf NS-Mechanismen (inklusive brauner Hemden : ) , "Pfadfinder"-Kameradschaften und Gleichschaltungsbemühungen unter einer zentralen Führerfigur, die passenderweise ne Repräsentation eines außerweltlichen Prinzips ist, sogar inklusive judenrolliger Elben mit Heiligem Ursprungsland).
Die Rhetorik der fraglichen Führergestalt ist für mein Empfinden nur begrenzt unterschieden von der anderer Figuren (auch anderer Romane von Hohlbein), wohl weil er es einfach nicht besser kann. Massenmanipulation, Misanthropie bzw. Elbenhass : ), Versuche demagogischer Hetzreden sind aber offensichtlich vorhanden.
Sonst wird's dünn im Werk: Man könnte vielleicht noch den Siegfried aus "Hagen von Tronje" als Massenverführer durchgehen lassen, aber die zerstörerische Wirkung findet eher nur subjektiv in Hagens Bewusstsein statt.

Außerdem gibt's natürlich npch ne Vielzahl an stereotypen Figuren, die immer wieder vom Saulus zum Paulus geläutert werden, also durchaus faschistisch waren.
Hey, vielleicht die Werner-Bande aus "Magog", das Buch spielt zwar in der Gegenwart, aber auch mit massivem Rückgriff aufs Dritte Reich. Die ham da jedenfalls das fragliche Internat unter der Ägide eines obskuren ehemaligen Funktionärs fest im Griff und begehen Untaten im Kleinen, aber nach bewährt-rutenbündligem Muster.
Das wären meine Assoziationen soweit, vielleicht kommt noch was dazu.
Oxundanto

Roland von Gilead

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Sunday, March 21st 2010, 11:02pm

RE: Facharbeit über das Fantasy Werk von Wolfgang Hohlbein


Mein Thema (im LK Deutsch) lautet: Faschistoide Züge im Fantasy Werk von Wolfgang Hohlbein?

Die Existenz solcher Züge soll anhand zweier Werke Hohlbeins begründet (od. auch widerlegt) werden.

Nun ist aber Hohlbeins Repertoire an Fantasy-Literatur ziemlich breit gefächert, unheimlich produktiv der Mann.... und ich will mich nicht blind in einen Bücherberg stürzen, sondern mit etwas Zielstrebigkeit an die Sache rangehen....


Öhm wer hat den dieses Thema "erfunden"?

Da hat wohl ein/e Leher/in was gegen Hohlbein Bücher :face11:

Man kann ja wohl kaum von "Faschistoide Züge im Fantasy Werk von Wolfgang Hohlbein" reden schon gar nicht anhand von 2 Werken begründen oder wiederlegen.

Sicherlich wird es im Repertoire von jedem Autor Bücher mit faschistoide Züge (gewollt oder ungewollt) geben, aber darauf auf ein ganzes Werk eines Autors zu schließen wollen finde ich persöhnlich etwas ziemlich hart!

An deiner Stelle würde ich mir tatsächlich selber ein Bild machen und mal blind ein paar Bücher lesen ehe du "zielstrebig" auf Bücher zuließt die so eien These untermauern könnten.

just my 2ct

Stuart

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Monday, March 22nd 2010, 7:44am


Öhm
Man kann ja wohl kaum von "Faschistoide Züge im Fantasy Werk von Wolfgang Hohlbein" reden schon gar nicht anhand von 2 Werken begründen oder wiederlegen.

Sicherlich wird es im Repertoire von jedem Autor Bücher mit faschistoide Züge (gewollt oder ungewollt) geben, aber darauf auf ein ganzes Werk eines Autors zu schließen wollen finde ich persöhnlich etwas ziemlich hart!

Das sehe ich genau so.
Und wenn man es drauf anlegt, kann man in fast allen Fantasy-Werken etwas finden, dass man als Faschismus / Rassismus auslegen könnte. Nicht nur bei Hohlbein, sondern im Fantasy-Bereich allgemein. Fantasy lebt davon, dass fremdartige Welten erfunden werden, die mit unterschiedlichen Völkern bzw. Rassen bevölkert sind, die sich mehr oder weniger bekriegen und versuchen ihre Interessen, auf welche Art und Weise auch immer, durchzusetzen. Das kann man natürlich in einigen Büchern von Hohlbein finden, das findest du aber auch in Tolkiens Geschichten um Mittelerde oder z.B. in der Osten-Ard-Reihe von Tad Williams.
Aber um das jetzt als Faschismus / Rassismus auszulegen, muss man sich schon sehr weit aus dem Fenster lehnen.
"Einen muss es doch geben im Land, der nicht nur daran denkt, was ihm nützt, was ihm Vorteile bringt - nun, wenn es niemand anderer ist, muss es eben der König sein."
(SM. Ludwig II von Bayern)

Königstreuer Guglmann

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andrjank

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Monday, March 22nd 2010, 1:47pm

Ich kann mich meinen beiden Vorrednern nur anschließen.
@Bhargra:
Du hast dort drei Punkte aufgezählt, die den Faschismus charakterisiern sollen. Meiner Ansicht nach sind diese viel zu allgemein und auch zu wenige. Wenn man sich z.B. die ersten beiden anschaut, würde das zumindest zeitweise auf die gesamte Menschheit zutreffen. Es gibt doch viele Menschen, die oftmals keine Zweifel an ihrer eigenen Meinung zulsassen. Auch gibt es viele Menschen, die einfach nicht in der Lage sind einen wirklichen Dialog zu führen. Dies sieht man doch einfach an der großen Zahl der Menschen, die zur Ehebratung gehen. Wenn sie nämlich wirklich einen produktiven Dialog fürhen könnten, müssten sie dieses Angebot gar nicht erst in Anspruch nehmen. Der dritte Punkt ist zumindest schon etwas besser gewählt. Aber kennst du auch nur irgendeinen Politiker, der die Massen nicht manipulieren möchte, egal ob zum Guten oder zum Schlechten?
Du solltest dich, bevor du irgendwelche Autoren oder Bücher dem Faschismus zuordnest, einmal mit diesem genauer auseinandersetzten und eindeutige Kriterien bestimmen, die den Faschismus charakterisieren. Mit deinen drei ziemlich allgemein gehaltenen Kriterien kannst du nahezu jeden Menschen, zumindest welche in höheren Positionen, als Faschisten charakterisieren. Dies dürfte aber vermutlich nicht zutreffen.
Da ich viel zu viele Fotos habe, um sie alle hier in dieses Forum zu laden, habe ich mich dazu entschieden eine Auswahl davon unter folgendem Link zu veröffentlichen:
http://www.pcwelt-wallpapers.de/members/orgrim/
Dort kann jeder, der Interesse an meinen Fotos hat, diese nach belieben anschauen und auch runterladen.

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